Buchtipp: Monas Augen von Thomas Schlesser

„Monas Augen“ heißt der Roman von Thomas Schlesser, der schon in Frankreich ein Riesenerfolg war und sich nun allmählich auch in Deutschland durchsetzt. Die neunjährige Mona kann plötzlich nicht mehr sehen. Glücklicherweise erlangt sie nach kurzer Zeit ihr Augenlicht wieder zurück. Dennoch machen sich ihre Eltern große Sorgen und suchen Ärzte auf, um herauszufinden, welche physischen oder seelischen Ursachen zur zeitweisen Erblindung geführt haben könnten. Der Großvater will die Zeit nutzen, um seiner Enkelin die Schönheit der Kunst auf unvergessliche Art vorzuführen. Gemeinsam nehmen sie sich pro Woche ein besonderes Kunstwerk in einem Pariser Museum vor, das sie intensiv studieren. Mit den beiden erleben wir rund 50 berühmte Kunstwerke von Leonardo da Vinci über Caspar David Friedrich und Camille Claudel bis zu Wassily Kandinsky. Eine schöne Großvater-Enkelin-Geschichte über die Faszination der bildenden Kunst.

Thomas Schlesser: „Monas Augen“
Aus dem Französischen von der in Celle geborenen Übersetzerin, Nicola Denis
Piper Verlag, 496 Seiten, 26 Euro
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Buchtipp: „Umlaufbahnen“ von Samantha Harvey

Stellt Euch vor: Zusammen mit fünf Menschen aus verschiedenen Staaten seid ihr auf einer Weltraumstation und rast in dieser Blechbüchse um die Erde. Dies ist das Setting in dem Roman „Umlaufbahnen“ von Samantha Harvey. In vierundzwanzig Stunden erlebt die Crew sechzehn Sonnenaufgänge und sechzehn Sonnenuntergänge. Sie blicken mit Distanz und tiefen Emotionen auf ihren Heimatplaneten, auf dem sich Tag und Nacht abwechseln, wo sich Dürren ausbreiten und zerstörerische Wirbelstürme zusammenbrauen und spüren gleichzeitig die Unendlichkeit des Weltraums. Die Astronauten organisieren ihren Alltag, bestehend aus Forschung, Reparaturen, Nahrungsaufnahme, Sport und Schlaf und sie denken an ihre Lieben da unten, die einer ganz anderen Welt ausgesetzt wird. Fließt einmal eine Träne, muss diese aufgefangen werden, denn Flüssigkeiten dürfen die sechs da oben auf keinen Fall absondern. 🪐

Das Buch der britischen Autorin wurde erst kürzlich mit dem renommierten Booker Prize ausgezeichnet. Ein wunderschöner, entschleunigender Roman mit neuen Perspektiven und Einsichten, genau das Richtige für die Festtage.

Samantha Harvey: Umlaufbahnen
Aus dem Englischen übersetzt von Julia Wolf
dtv, 224 Seiten, 22 Euro
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Geschenktipp: Gutscheine von Sternkopf & Hübel

Macht es so wie Deliah! Sie schenkt ihren Lieben gerne Gutscheine von Sternkopf & Hübel. Sie können sich dann nicht nur Bücher, einen Stern oder andere Geschenke aussuchen, sondern sich auch auf ein fröhliches Einkaufserebnis im Laden freuen.. Übrigens: Deliah bekommt auch gerne Gutscheine geschenkt.

Buchtipp: „Zauberberg 2“ von Heinz Strunk

Die Thomas-Mann-Festwochen nehmen allmählich an Fahrt auf. Jetzt erscheint das Buch von Heinz Strunk mit dem bescheidenen Titel „Zauberberg 2“. Es geht um ein ganz großes, allseits total relevantes Thema: das Leiden des Mannes im reiferen Alter. Jonas Heidbrink ist beruflich recht erfolgreich, gesundheitlich fühlt er sich jedoch gleich in mehrfacher Hinsicht völlig am Ende. Anders als Hans Castorp zieht es ihn jedoch nicht in die Schweizer Berge sondern in eine psychosomatische Klinik in den unheilvollen Sümpfen Mecklenburg Vorpommerns. Dort lässt er sich von Ärzten und Therapeuten in vielfältiger Weise quälen und isst Bockwurst mit einem Klecks Ketchup. Muss man sich das als Leser antun? Ja. Warum? Darum. Ist halt Heinz Strunk, der einen mit seiner Lust am Untergang recht schräg aber angenehm zu unterhalten vermag.

Heinz Strunk: „Zauberberg 2“
Rowohlt Verlag, 288 Seiten, 25 Euro
Erstverkaufstag: 28. November 2024, exakt 100 Jahre nach dem Erscheinen von Thomas Manns „Zauberberg“
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Mischa Kopmann: „32. August“ – Lesung und Gespräch über ein wunderbares Buch

Mischa Kopmann las aus seinem Roman „32. August“. Es geht um Coming-of-Age im Sommer, ein entzückendes Großvater-Enkel-Dramolett mit kleinen romantischen, fast märchenhaften Einsprengseln, postmodern eskapistisch mit Celler Lokalkolorit. Genau das Richtige jetzt in dieser Zeit. Das Buch erzählt von dem Kleinkram und Großkram, auf den es wirklich ankommt im Leben. Ein wunderschöner Roman, mit dem man jedem zu Weihnachten eine große Freude machen könnte.

Mischa Kopmann: „32. August“
Osburg Verlag, 192 Seiten, 20 Euro
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Krimitipp: „Hinterm Deich“ von Matthias Wittekindt

Nix für Fitzek-Fans, eher was für die Maigret-Fraktion. In „Hinterm Deich“ von Matthias Wittekindt entwickelt sich die Handlung schrittweise und die Abgründe tun sich erst allmählich aber ähnlich erschreckend auf. Kriminalermittler Manz ist pensioniert und mittlerweile über siebzig Jahre alt. Seine alten Fälle lassen ihn nicht los. Und erst in der Erinnerung erscheint manches klarer. Er denkt an seinen ersten Fall in den 60er Jahren in einem Kaff an der Nordseeküste zurück. Es geht um einen seltsamen Autounfall, mysteriöse Todesfälle, vielleicht Selbstjustiz. Dabei hatte Manz damals doch vor allem Mädchen im Kopf und eines ganz besonders …

Matthias Wittekindt: „Hinterm Deich“
Kampa Verlag, 337 Seiten, 19,90 Euro
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Buchtipp: „Man kann auch in die Höhe fallen“ von Joachim Meyerhoff

Milli und Swantje, beide Freunde der Buchhandlung, sind begeistert vom neuen Meyerhoff. Swantje schreibt uns: „Ich habe heute Nacht kaum geschlafen, sondern gelesen und VIEL gelacht!!!

Und wieder konnte und durfte ich mich freuen, weinen und dankbar sein, Zeit zu verbringen mit (den Geschichten von) Joachim Meyerhoff. Sicher spüre ich eine Verbundenheit, weil wir fast gleich alt und vom hohen Norden geprägt sind. Doch seine Offenheit und Ehrlichkeit, die Verwundbarkeit und die Verwundungen, die seinen Zeilen entspringen, berühren sicher auch viele, viele andere Menschen. Ich sende begeisterte Grüße, auch an seine Mutter, diesen „echten Menschen“; wie schön, dass ich mit bei ihr unterschlupfen durfte.“

Joachim Meyerhoff: Man kann auch in die Höhe fallen
Kiepenheuer & Witsch, 358 Seiten, 26 Euro
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Joachim Meyerhoff auf dem roten Sofa beim NDR

Weihnachtsalarm: Wichtiger Hinweis zur Verfügbarkeit von Büchern vor den Festtagen

Weihnachten naht! Auch in diesem Jahr werden wegen der enorm gestiegenen Nachfrage einige Buchtitel vor den Fest nicht mehr lieferbar sein. Großhandel und Verlage konzentrieren sich jetzt schon darauf, die besonders stark nachgefragten Titel vorrätig zu halten. Dies geht auf Kosten der etwas exoterischen Bücher. Deshalb:

Unser Tipp: BESTELLT eure Lieblingsbücher und Buchgeschenke am besten möglichst FRÜH und bleibt offen für Alternativen, falls ein Titel nicht mehr rechtzeitig lieferbar sein sollte. Schickt uns gerne eure Bestellungen per E-Mail (sternkopf.huebel@web.de), per WhatsApp (0176 57725120) oder bestellt im Laden. Über telefonische Bestellungen (05141 934177) freuen wir uns auch, aber in Stoßzeiten werden wir nicht ständig im Laden telefonisch erreichbar sein können.

Wir geben alles, damit Eure Bücher rechtzeitig da sind. Gerade in diesen Tagen erscheinen so viele spannende, bewegende und unterhaltsame Bücher, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet.

Euer Team von Sternkopf & Hübel

Anikas Buchtipp: „Mein Mann“ von Maud Ventura

„Mein Mann“ der französischen Autorin Maud Ventura ist eines der Bücher, die Anika vom legendären @papierstaupodcast bei Sternkopf & Hübel empfohlen hat. Worum geht es: Die Erzählerin berichtet von ihrem Familien- und Eheleben. Anders als die beiden Kinder steht für sie ihr Ehemann absolut im Zentrum ihres Lebens und Denkens. In fünfzehn Jahren nimmt diese Liebe nach und nach geradezu obsessive Züge an. Einerseits genießt sie den erreichten Wohlstand, den sie trotz ihrer Herkunft aus der Arbeiterklasse erreicht hat, andererseits wird sie von Zweifeln und Verlustängsten geplagt, insbesondere was den Ehemann angeht.

Maud Ventura ist ein wunderbarer Roman gelungen, der einen unwiderstehlichen Sog erzeugt und viele auch unterhaltsame und humorvolle Facetten aufweist. Dieser Beziehungsthriller hat vor allem im Frankreich, aber auch in deren Ländern beachtliche Erfolge gefeiert, blieb jedoch bisher in Deutschland erstaunlicherweise eher unter dem Radar von Kritik und Leseöffentlichkeit. Innige Leseempfehlung! All die, die etwa „Auf allen Vieren“ von Miranda July genossen haben, werden auch hiervon beeindruckt sein.

Maud Ventura: „Mein Mann“
Aus dem Französischen von Michaela Meßner
Hoffmann & Campe, 272 Seiten, 24 Euro
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BücherLese Herbst 2024: Die liebsten Neuerscheinungen vorgestellt

Das war ein wunderbarer Abend mit den nettesten KundInnen, einem hervorragenden Stargast, dem tollsten Team und fünfundzwanzig absolut lesenswerten Büchern. Zu Gast war Anika vom legendären PapierstauPodcast. Vor voller Hütte haben wir die Lieblingsbücher der Saison vorgestellt aus Belletristik, Krimi, Sachbuch sowie Kinder- und Jugendbuch. Dies war unser Celler Highlight in der „Woche der unabhängigen Buchhandlungen“. Wer nicht dabei sein konnte, erhält gerne die Empfehlungsliste unserer Favoritenbücher in der Buchhandlung oder kann sie per E-Mail anfordern: sternkopf.huebel@web.de