Buchtipp: „Der Pilgerweg nach Rom“ von Volker Treml

Aus der Reihe „Freunde der Buchhandlung“ heute ein Tipp von Ralf: „Passend zum heiligen Jahr 2025 hier ein Buchtipp für alle Wander-/Pilgerfreunde: „Der Pilgerweg nach Rom“. Der Pilgerführer beschreibt übersichtlich und sehr informativ den Pilgerweg von Innsbruck nach Rom. Der Autor hat die Gesamtstrecke aus vier einzelnen Pilgerwegen zusammengestellt, u. a. auch der Via Romea, die von Stade kommend auch durch Celle führt. Der Führer ist reich bebildert und neben der Wegbeschreibung (inkl. Karten) werden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten am Wegesrand beschrieben sowie Tipps für Übernachtungsmöglichkeiten gegeben. Und für alle, denen es nicht vergönnt ist, die 53 Etappen am Stück zu wandern, gibt es Tipps zur An- und Abreise zu den Zwischenstationen mit der Bahn. Dieser umfangreiche Pilgerführer ist praktischer Wegbegleiter und gleichzeitig Reiseführer, der den Leser schon beim Schmökern von der Reise in die ewige Stadt träumen lässt. Und wie gesagt, starten kann man auch von Celle aus. (dann kommen aber noch ca. 900 km zu dem Weg, der im Pilgerführer beschrieben wird, hinzu)“

Ferdinand Trenl: „Der Pilgerweg nach Rom“
Tyrolia, 304 Seiten, 35 Euro
Ansehen im Onlineshop

Frisch im Laden: Puzzles und Spiele

Was soll man machen bei dieser Weltlage? Na klar: puzzeln! Neue Puzzles und Spiele aus dem Laurence King Verlag sind jetzt eingetroffen. Besonders imposant sind die Puzzles zu literarischen oder künstlerischen Welten wie etwa das 1000 Teile-Puzzle zum Großen Gatsby von Scott F. Fitzgerald oder das besonders farbenfrohe Frida Kahlo Puzzle. Außerdem könnt ihr Euch neue Spiele anschauen, etwa das sehr witzige Drag Match Memory oder „Früher oder später“, bei dem berühmte Kunstwerke in die richtige Reihenfolge zu bringen sind. Genau das richtige für trübe Wintertage.

Veranstaltungstipps für Januar 2025: Julia Karnick und Markus Thielemann lesen in Celle

Das Literatur-Jahr 2025 startet im Januar mit zwei grandiosen Lesungen in Celle:

Julia Karnick liest aus „Man sieht sich“
am Mittwoch, 15. Januar 2025, 19.30 Uhr
bei Kunst & Bühne
Für alle Fans von Frie und Robert, die sich in der Schule kennen und mögen lernen und sich dann über Jahrzehnte immer wieder verpassen. Ein wunderbare und humorvolle Beziehungsgeschichte über die verpassten und die vielleicht genutzten Chancen.

Markus Thielemann liest aus „Vom Norden rollt ein Donner“
am Mittwoch, 29. Januar 2025, 19.30 Uhr
bei Kunst & Bühne
Der junge Autor hat mit seinem „Antiheimatroman“ über einen jungen Heidschnucken-Schäfer in der Lüneburger Heide einen Riesenerfolg gelandet. Es ist ein Buch mit wenig Idylle, aber mit Heidegeistern, schwer definierbaren Ängsten, über verdrängte Erinnerungen und Hermann Löns kommt auch darin vor.

Infos und Tickets gibt es über die Website von Kunst & Bühne (https://www.kunstundbuehne.de/#programm), zusammen mit den Büchern das perfekte Weihnachtsgeschenk!

Buchtipp: „Wild nach einem wilden Traum“

Seid Ihr wild nach was Wildem? Kommt in die Buchhandlung! Und holt Euch den neuesten Roman von Julia Schoch: „Wild nach einem wilden Traum“. Die Erzählerin verbrachte als Stipendiatin vor rund zwanzig Jahren einige Zeit in einer Künstlerkolonie im ländlichen Teil des Staates New York. Dort begegnet sie einem katalanischen Schriftsteller, mit dem die verheiratete Literaturdozentin eine intensive Affäre hat. Die Erinnerung daran ist Anlass, über ihre Kindheit und Jugend in der DDR, ihre Erfahrungen mit Liebe und ihren Drang zu schreiben zu reflektieren.

Das Buch bildet neben den Romanen „Das Vorkommnis“ und „Das Liebespaar des Jahrhunderts“ die Trilogie „Biographie einer Frau“.

Julia Schoch: „Wild nach einem wilden Traum“
dtv, 173 Seiten, 23 Euro
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Buchtipp: „Wackelkontakt“ von Wolf Haas

Da hat das Jahr erst angefangen und man fragt sich, in welcher Realität leben wir gerade eigentlich. Einziger Ausweg: das wahnwitzigste, unterhaltsamste und irgendwie genialste Buch des Jahres, das zum Glück schon jetzt erschienen ist: „Wackelkontakt“ von Wolf Haas.

Worum geht es: Franz Escher ist Trauerredner und wartet auf den Elektriker, der den Wackelkontakt seiner Küchensteckdose beheben soll. Beim Warten liest er eines seiner geliebten Mafiabücher über Elio Russo, einen Aussteiger und Kronzeugen der organisierten Kriminalität, der wiederum – als er ebenfalls Wartezeit zu überbrücken hat – zu einem Buch über einen mäßig erfolgreichen Trauerredner namens Escher greift.

Apropos Escher: da war doch was … Wie ein Spiegel im Spiegel werden höchst raffiniert, zwei mit sich und der ganzen Kulturgeschichte verwobene Stories zusammengepuzzelt, die am Ende ein kunstvolles Gesamtbild ergeben. Form, Plot und Stil des Wiener Autors passen wunderbar zueinander und sorgen für einen so prächtigen wie geistreichen Lesegenuss.

Wolf Haas: „Wackelkontakt“
Hanser Verlag, 238 Seiten, 25 Euro
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Buchtipp: „Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben“ von Anika Decker

Das Buch erscheint am 9. Januar und wird definitiv für Aufsehen sorgen: Lustig und frech geschrieben, nimmt Anika Decker in „Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben“ heutige Gewissheiten und Gemeinheiten aus dem Leben von Frau und Mann aufs Korn. Eine skurrile Liebesgeschichte, sehr unterhaltsam, aber nicht dumm.

Anika Decker: Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben
dtv, 420 Seiten, 23 Euro
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Krimipreis 2024 geht an „Das Haus, in dem Gudelia stirbt“

Der Krimipreis 2024 geht an: „Das Haus, in dem Gudelia stirbt“ von Thomas Knüwer. In dem Debütroman geht es um eine starke Frau, die in einem Haus sitzt, das überflutet wurde. Trotz Todesgefahr bringt sie sich nicht in Sicherheit. Welches tödliche Geheimnis birgt das feuchte Gemäuer? Auf drei Zeitebenen kommt Stück für Stück die Wahrheit ans Licht. Auf dem zweiten Platz landete: Matthias Wittekind – „Hinterm Deich“, auf dem dritten Platz: Karina Urbach mit „Das Haus am Gordon Place“.

Thomas Knüwer: „Das Haus, in dem Gudelia stirbt“
Pendragon Verlag, 290 Seiten, 20 EUR
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Lieblingsbücher 2024: die Highlights des letzten Jahres

Es lohnt sich der Blick zurück auf das Literaturjahr 2024, das einige – teilweise sehr unerwartete – große und unvergessliche Highlights zu bieten hatte. Wir haben KundInnen und das Team nach den Lieblingsbüchern des vergangenen Jahres gefragt. Hier das Ergebnis:

Anika von PapierstauPodcast, die uns so charmant wie kompetent bei der letzten BücherLese live im Laden unterstützt hat, schwärmt für: „Trophäe“ von Gaea Schöters
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Favorit unserer lieben Kundin Dorothea Hotopp das geistreich-humorvolle Buch „Das Fest“ von Lucy Fricke über eine liebevolle Geburtstagsgeschichte.
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Buchhändler-Grinch Stefan war tief beeindruckt von „Von Norden rollt ein Donner“ von Markus Thielemann. Der Autor des „Antiheimatromans“ über die Lüneburger Heide erzählt am 29.1. bei ‚Kunst und Bühne’ von Erinnerungen, Ängsten und Erscheinungen.
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Unsere liebe Kundin Nadine Salden meldet sich aus den Alpen mit Julia Karnicks „Man sieht sich“. Die Schöpferin von Frie und Robert kommt schon am 15. Januar zu „Kunst und Bühne“.
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Helga aus dem Team, bleibt natürlich hingerissen von „32. August“ von Mischa Kopmann, den wir zu einer stimmungsvollen Lesung im Buchhandlung hatten.
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Tessa aus dem Team hat eine irische Favoritin: „Reichlich spät“ von Claire Keegan, eine Beziehungsgeschichte mit überraschenden Erkenntnissen.
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Das Ehepaar Hogen mochte „22 Bahnen“ von Caroline Wahl am liebsten, die Story der beiden starken Schwestern, Tilda und Ida.
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Wortakrobat Thomas Deist liebt es düster, am meisten mochte er „Ihr wollt es dunkler“ von Stephen King.
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Auch unsere liebe Kundin Annette Bartlau bevorzugt das leichte Grauen, dieses Mal das in der Familie: „Tiere, vor denen man Angst haben muss“ von Alina Herbing hat sie am meisten gepackt.
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Grit, einer der Gründerinnen der Buchhandlung, hat einen klaren Favoriten 2024: „Reise nach Laredo“ von Arno Geiger.
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Unsere herzallerliebste Freundin der Buchhandlung, Ruth Nagy bevorzugt: „Die schönste Version“ von Ruth-Maria Thomas, eine wunderbar erzählte Geschichte über häusliche Gewalt.
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Conny, die Jugendbuchexpertin des Teams empfiehlt von Herzen für jung UND alt: „Goldene Steine“ von Cornelia Franz.
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Der Buchhandel ist so schnelllebig geworden, dass wir noch einmal an die Perlen des vergangenen Jahres erinnern wollen. Natürlich schauen wir jetzt schon, was in den nächsten Monaten erscheinen wird. Da kommt einiges Interessante auf uns zu.

Buchtipp von Catrin: „Die Nacht der Bärin“ von Kira Mohn

Ein neuer Tipp aus der Reihe „FreundInnen der Buchhandlung empfehlen“: Catrin Kuhtz möchte uns ein ganz besonders bewegendes Buch ans Herz legen: „Das Buch „Die Nacht der Bärin“ von Kira Mohn hat mich von Anfang bis Ende gefesselt und hallt immer noch nach. Das Thema Gewalt in der Familie wird in zwei Zeitsträngen abwechselnd bildgewaltig und spannend erzählt. Absolut empfehlenswert!“

Kira Mohn: „Die Nacht der Bärin“
HarperCollins, 289 Seiten, 24 Euro
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Autoren-Tipp: Annette empfiehlt Heinz Strunk

MESSERSCHARF UND SCHONUNGSLOS: Annette ist ein Riesenfan von Heinz Strunk. Sie möchte uns diesen schrägen Vogel, der schon zweimal für den Deutschen Buchpreis nominiert und 2016 mit dem Wilhelm Raabe-Literaturpreis ausgezeichnet wurde, ganz besonders nahelegen.

Annette über Heinz Strunk:

Niemand beschreibt so gut wie Heinz Strunk, wie eng Komik und Tragik im Leben beieinanderliegen. Sein Blick auf Menschen und Gesellschaft ist schonungslos und sein Stil messerscharf. Die Romane sind nichts für Zartbesaitete. Elend und Scham muss man schon ein bisschen aushalten können. Dafür wird man immer, wirklich immer, belohnt mit tiefgründigem Sprachwitz, existenziellen Lebensfragen und -weisheiten und sehr viel Humor.

Zu seinem neuesten Buch „Zauberberg 2“:

Bei seinem Aufenthalt in einer abgelegenen psychosomatischen Klinik trifft der (dem Autor nicht unähnliche) Hauptprotagonist Jonas Heidbrink auf skurrile Figuren, gerät immer öfter in zutiefst absurde Situationen und erlebt eine wilde Mischung aus Monotonie und emotionalen Achterbahnfahrten.

Heinz Strunk: Zauberberg 2
Rowohlt Verlag, 288 Seiten, 25 Euro
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